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Fachakademie für Sozialpädagogik Rummelsberg

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18.12.2020

Kindermusical-Aufführung „Kuno Knallfrosch“ am 30. Oktober 2020

Unser Kurs hätte wirklich mit allem gerechnet, aber nicht mit einer Aufführung. Schon unsere erste geplante Premiere im vergangenen Mai zum Rummelsberger Jahresfest musste wegen des Corona-Lockdowns ausfallen.

Als blutige Teilzeitkursanfänger hatten wir uns nach 4 Monaten FAKS im Übungsfach „Kindermusical“ angemeldet und mit unserer Leitung Esther Wilke das Musical „Kuno Knallfrosch“ ausgewählt. Nach unseren Vorlieben und Talenten konnten wir uns zwischen Schauspiel, Texte schreiben, Bühnenbild und Backgroundsingen entscheiden. Im Kunst-Werken-Keller entstanden ein Teich, Seerosen, die Kiezkneipe „Schmierelse“ und ein großer Kuhfladen. Unsere Eltern steuerten ihren alten Eierschneider, Heuballen und Mistgabeln bei. Den Backgroundchor versorgte Esther mit Karaoke-Versionen, um auf den Autofahrten zur FAKS die Lieder zu üben.

Leider war auch die erste Zeit als TZE2 von Corona-Regeln geprägt. Singen ist nicht möglich, Theater spielen nur mit Maske, bitte Abstand zur Bühne und zwischen den Zuschauern einhalten. Und dann mussten mitten in der Probephase zwei Darstellerinnen und Sängerinnen in Quarantäne! Von den vielen Hindernissen verunsichert hatten wir zunächst versucht, unsere Übungsleiterin Esther umzustimmen und die geplante Aufführung nochmals zu verschieben. Aber sie überzeugte uns, wir ziehen das jetzt durch! Also Masken auf und die quarantierten Schauspieler per Laptop zur Generalprobe zuschalten. So flog unser Specht einfach via Bildschirm auf Rädern über die Bühne. Die Backgroundsängerinnen wurden zu Backgroundtänzerinnen. Choreographie, Texte und Probenvideos wurden kurzerhand in SWOP hochgeladen. Sicherheitshalber filmten wir die Generalprobe, damit wir im Notfall ein Ergebnis unserer Übung präsentieren können.

Als wir am besagten Freitagmorgen dann tatsächlich unsere Kulissen ins Auto packten und Richtung JHZ Rummelsberg fuhren, stieg das Lampenfieber! Gespannt lugten wir durch einen Spalt im Bühnenvorhang, um unser „kleines“ Publikum zu betrachten. Wir waren mindestens genauso aufgeregt! Der Knallfrosch Kuno - wegen seiner nervigen Knälle aus dem Teich vertrieben - machte sich tatsächlich live auf den Weg in die große Stadt, um dort im berühmten Hamburger Bubalubalu-Club seine Froschknälle vorzuführen. Dabei begegnete er dem Specht Woody, der lieber auf Plastik klopft, dem röhrenden Elch, dem Hahn Breuler, der auf dem Eierschneider spielt und der Katze Mimi mit Sprachfehler. In Hamburg angekommen, wurden sie zu einer einzigartigen Band. Fleißig knallten, klopften, röhrten, gackerten und miauten die Kindergartenkinder im Publikum mit und kicherten lauthals, wenn die Wildschweine pubsten. Als Dankeschön sangen uns die Kinder sogar ein Lied.

Wieder zu Hause brummten die Nachrichten in unserer Kurs-Whatsapp-Gruppe:

Danke für diese mega Erfahrung! Hätte ja nicht gedacht, dass wir so etwas auf unsere alten Tage noch erleben würden! Das hat so viel Spaß gemacht!


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