Ausbildung zum/zur Erzieher/-in

Fachakademie für Sozialpädagogik Rummelsberg

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07.03.2019

„Ich bin der Wurm“

Studierende der Rummelsberger Fachakademie für Sozialpädagogik präsentierten Medien-Projekte

Altdorf – Kreativ sein, spinnen, fantasieren war im Unterricht gefordert – genau das durften und sollten die Studierenden der Rummelsberger Fachakademie für Sozialpädagogik (FakS) ausdrücklich im Bereich Medienpädagogik. Zwei Tage lang konnten sie sich im Rahmen der Medienpädagogik-Projekt-Woche ausprobieren. Unter Leitung von Dozentin Corinna Fahnroth (Medienpädagogin) machten sie sich mit Ton, Bild und Film in Form von Aufnahmegerät, Computer, Tablet und Kamera vertraut. Das Ergebnis ihrer Medienexperimente haben die einzelnen Gruppen nun in Altdorf ihren Mitstudierenden vorgestellt.

Als besondere Gäste konnten sie dazu Vertreter der Hermann-Gutmann-Stiftung – sie unterstützt die FakS in einer Bildungspartnerschaft – sowie Dr. Petra Hiebl von der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (wissenschaftliche Begleitung der Bildungspartnerschaft) begrüßen. Wegen Umbaumaßnahmen der FakS fand die Präsentation im großen Saal des Altdorfer Gemeindehauses statt. Hier sahen und hörten die versammelten sechs Kurse (drei Kurse präsentierten ihre Medienarbeiten) die unterschiedlichsten Geschichten und Formate: Mit Tablet oder Kamera aufgenommene Trickfilme (Stop Motion) und Video-Clips flimmerten über die Leinwand, wobei sich einige schauspielerische Talente offenbarten. Zwei spannend vertonte Hörspiele sorgten mit ihren selbstgemachten Klängen für Dramatik und Spannung und ein Video entführte in die Welt des bekannten Computerspiels „Minecraft“. Es zeigte, wie man hier ganze Welten nach eigenen Ideen erbauen kann, beispielsweise Städte unter riesigen Unterwasserkuppeln.

Großartig, mit welcher Kreativität die Studierenden ihre Ideen in dieser kurzen Zeit umsetzten. Bei den liebevoll inszenierten Stop-Motion-Trickfilmen spielten Playmobil-Figuren, Bananen und Gemüse die Hauptrollen. Sogar ein Stummfilm in Sepia war zu sehen, ganz typisch mit Klaviermusik unterlegt. Ein detailreich gezeichneter Comic erzählte die Geschichte des Wurms „Gerry“. Für jede gute Tat erhält er von der Regenbogenwolke einen bunten Tropfen. „Ich bin der Wurm“, stellte sich eine der Autorinnen vor, die mit verteilten Rollen ihre Geschichte vorlasen. Gleich vier Gruppen hatten ihren zukünftigen Beruf satirisch in Kurzfilmen aufbereitet. Herrlich überzogen charakterisierten sie die einzelnen Typen von Erziehern und deren Verhaltensweisen bis hin zum finalen und kollektiven Wahnsinn. Idee, Drehbuch, Kameraeinstellungen, Schnitt, Vertonung – die große Begeisterung der jungen Leute war deutlich zu spüren.

Hinter dem ganzen Vergnügen am Einsatz der Medien steht das Erlernen von Medienkompetenz. In ihrem Beruf werden die zukünftigen Erzieherinnen und Erzieher ständig Computer, Tablet, Handy und Internet begegnen, denn sie sind aus dem Alltag Heranwachsender nicht mehr wegzudenken. Hier den Kindern und Jugendlichen Alternativen zum passiven Medienkonsum zu vermitteln, die zudem Spaß, Kreativität und Miteinander fördern, war Inhalt der Medienpädagogik-Woche. Etwas, was die Studierenden mit erkennbar großem Spaß ausprobierten – ein Lerneffekt, den sie sicher in ihrem Beruf weitergeben werden.


Von: Dorothée Krätzer

Jede Menge Technik: Zwei Tage lang befassten sich die Studierenden der FakS mit dem Thema Medienpädagogik.

Die Studierenden konnten ihrer Kreativität freien Lauf lassen – zum Beispiel beim Dreh eines Stop-Motion-Films.

Das Ergebnis ihrer Medienexperimente haben die einzelnen Gruppen in Altdorf ihren Mitstudierenden vorgestellt. Fotos: Dorothée Krätzer